Rittergüter

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Rittergüter im ehemaligen Herzogtum

Sachsen-Altenburg

 

 

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Publikationen

Die Herzogin von Kurland im Spiegel ihrer Zeitgenossen

Europäische Salonkultur um 1800

Zum 250. Geburtstag der Herzogin von Kurland

Klaus Hofmann (Herausgeber)

248 Seiten, farbig

Museum Burg Posterstein, 2011

ISBN 978-3-86104-086-6

29,00 Euro

Wo ich einst residierte, wo ich Fürstin des Landes war!

Lebensstationen der Herzogin von Kurland

Sabine und Klaus Hofmann

Museum Burg Posterstein, 2007

64 Seiten, mit zahlreichen farbigen Abbildungen. 

12,00 Euro

 

Zwischen Metternich und Talleyrand

Der Musenhof der Herzogin von Kurland im Schloss zu Löbichau

Sabine

und Klaus Hofmann

Museum Burg Posterstein, 2004

ISBN 3-86104-066-2

104 Seiten, s/w mit zahlreichen Abbildungen.

12.50 Euro

 

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Interessantes

> Hans Fallada

in Tannenfeld und Posterstein

 

 

 

 

Der Musenhof der Herzogin von Kurland

im Schloss zu Löbichau

 

Rückblick 2011

Sonderausstellung zum 250. Geburtstag der Herzogin von Kurland

 

weitere Informationen:

Subtiler Einfluss - wie Frauen in Salons politisch agierten

 

 Projekte 2013

 

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Ständige Ausstellung

im Museum Burg Posterstein:

Zwischen Metternich und Talleyrand

Der Musenhof der Herzogin von Kurland

im Schloss zu Löbichau

 

Die Ausstellung gibt einen Überblick die historischen Ereignisse, berichtet über das Reisen im damaligen Europa und lässt die Zeit des Musenhofes auf Schloss Löbichau wieder lebendig werden.

Die Zeiteinteilung in Löbichau ist zwanglos und Höhepunkt des Tages ist meist der Abend, der alle Gäste zur Teestunde im großen Saal des Schlosses versammelt. Es wird geplaudert, philosophiert, gedichtet, getanzt und musiziert, manchmal spielen die Gäste auch selbst Theater, auch im Schloss Tannenfeld auf einer kleinen Bühne. Oft enden diese Zusammenkünfte erst weit nach Mitternacht ...

 

Wenn Sie mehr über das reizvolle Leben der schönen Herzogin wissen wollen, dann sollten Sie die Ausstellung

im Museum Burg Posterstein nicht versäumen!

 

Einführung

Herzogin von Kurland:

„diniert, dann viel spazieren gegangen bis zur neuen Allee die nach Posterstein führt." (9. September 1810)

 

Am 3. Februar 1761 wird Johann Friedrich von Medem in Mesothen, Kurland, weit entfernt von den politischen und geistigen Zentren Europas, eine Tochter geboren: Anna Charlotte Dorothea. Man lässt ihr, der Halbschwester der Literatin Elisa von der Recke, eine standesgemäße Bildung angedeihen und verheiratet sie im zarten Alter von 17 Jahren an keinen Geringeren als den Landesherren: Peter Biron, Herzog von Kurland. Der 55-jährige stellt seinerseits bestimmte Erwartungen an seine schöne junge Frau: ein Erbe soll her, ein Erbe, der die Kontinuität des herzoglichen Hauses sichert.

 

Die Kinder stellen sich ein, aber bis auf einen zum großen Leidwesen des Paares früh verstorbenen Sohn, sind alle weiblich und noch dazu schön. Und das Herzogtum gerät in politische Turbulenzen, in das Spannungsfeld der großen Mächte: Russland, Österreich, Preußen. Der Herzog, ein Finanzgenie, aber zu politischer Diplomatie kaum fähig, schickt seine anmutige Frau ins Feld und so tritt Anna Dorothea 1790 in die Gesellschaft der Großen Europas ein, verhandelt in Warschau, in Berlin, emanzipiert sich von ihrem Ehemann, glänzt in den Salons und macht neue amouröse Bekanntschaften.

 

Eine eigene Residenz muss her. Die Wahl fällt auf Löbichau. Der Herzog stirbt und hinterlässt ein fürstliches Vermögen. Zu den Aufgaben der Mutter gehört es, die Töchter standesgemäß zu verheiraten. Glückliche Ehen entstehen nicht, aber die Hochzeit der jüngsten Tochter mit Edmond de Talleyrand- Périgord, einem Neffen des französischen Außenministers bringt die ersehnte Verbindung in die Welthauptstadt Paris und die Bekanntschaft eines der einflussreichsten und umtriebigsten Politikers der Zeit – Charles Maurice de Talleyrand.

 

Historie

Nicht erst seit dem Beitritt zur Europäischen Union rückt das Baltikum ins Blickfeld des Interesses von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Europa begreift die drei kleinen Ostseeanrainer als Teil seiner Kultur und die Länder selbst gewinnen immer mehr das Selbstverständnis der Zugehörigkeit zu einem Kulturkreis, dem sie in der Geschichte keineswegs isoliert gegenüber standen. Schließlich bildeten die baltischen Staaten früher gleichsam ein Verbindungsglied zwischen West- und Mitteleuropa auf der einen und Russland auf der anderen Seite. Gepflegt wurde diese Kultur des Changierens zwischen West und Ost zuvorderst von der herrschenden Adelsgesellschaft mit den Herzögen von Kurland an der Spitze.

Sie waren es, die ihre politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Interessen europäisch ausrichteten und am Ende des 18. Jahrhunderts in der Auseinandersetzung um Polen gar vollständig gen Westen orientierten. Peter von Kurland verfügte über das Wissen und die Mittel, in Europa zu investieren und ermöglichte sich und seiner Familie den Schritt in die einflussreichen und gebildeten Kreise der deutschen Staaten, Frankreichs und Österreichs. Seine fernab der großen Höfe aufgewachsene Gattin Anna Dorothea entwickelte sich so zu einer selbstbewussten Europäerin, die, um in der männlich dominierten Politikwelt mitspielen zu können, die einzigen einer Frau jener Zeit verfügbaren Mittel geschickt einsetzte und sich zunehmend zu emanzipieren wusste – eine Eigenschaft, die ihre Töchter schnell annahmen.

 

Die Herzogin Anna Dorothea von Kurland (1761-1821), eine schöne, begehrte und vor allem reiche Dame der herrschenden europäischen Adelsgesellschaft, gehörte zu jenen bekannten Salonieren des 19. Jahrhunderts, die weltoffen und geistreich gleichsam als Vermittlerinnen von Kultur und Politik agierten. Ihr Medium war die Konversation. Als Herzogin erhielt Anna Dorothea Zugang zu den höchsten gesellschaftlichen Kreisen, besonders zu den Höfen in Berlin, St. Petersburg und Paris: Metternich, Alexander I., Friedrich Wilhelm III., Napoleon und Talleyrand kannte sie persönlich. Dieser Umstand ermöglichte ihr einen ganz speziellen Anteil an der Gestaltung europäischer Geschichte.

 

Nach der Abtretung des Herzogtums Kurland an Russland nahm die Herzogin 1795 ihren Wohnsitz in ihrer neu erworbenen Residenz Löbichau. Dieser alte mitteldeutsche Adelssitz, unweit von Posterstein, liegt strategisch günstig, auf halbem Weg zwischen Berlin und Karlsbad, zwischen Dresden und Erfurt und in der Nähe der damaligen geistigen Zentren Weimar und Jena. Die Herzogin arrangierte in ihren Schlössern Löbichau und Tannenfeld ein reges gesellschaftliches Leben, das Politik, Literatur, Malerei, Musik und Wissenschaft vereinte. Hier traf man sich zu politischen Disputen, Vorträgen, Festen, Theateraufführungen, Lesungen oder Konzerten.

 

Der Salon war einer der bekanntesten seiner Art im beginnenden 19. Jahrhundert. Seine Impulse resultieren aus den erstklassigen Beziehungen der Herzogin zu den höchsten gesellschaftlichen Kreisen Europas, aus dem damit verbundenen Netzwerk der Personen und Beziehungen und aus den Aufenthalten der Herzogin in bekannten Berliner und Pariser Salons und den Begegnungen im mondänen Karlsbad.  Zeitweise weilten bis zu dreihundert Gäste gleichzeitig am Ort, der Bekannteste war Zar Alexander I. von Russland, der 1808 Löbichau besuchte, um eine Verbindung mit der Familie Talleyrand zu vermitteln.

©  2007 Sabine und  Klaus Hofmann

 

Personen

Charles Maurice de Talleyrand-Périgord

Talleyrand

Wilhelmine von Sagan

Dorothée von Dino-Talleyrand

Elisa von der Recke

Christoph August Tiedge

Hans Wilhelm von Thümmel

Jean Paul

Die Familie Körner und Dora Stock

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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