Rückblick 2011

Sonderausstellung zum 250. Geburtstag der Herzogin von Kurland

 

 

 

„Ihr äußeres ist sehr einnehmend und sie kleidet sich mit Geschmack.“

Die Herzogin von Kurland im Spiegel ihrer Zeitgenossen.

Europäische Salonkultur um 1800

Zum 250. Geburtstag der Herzogin von Kurland

 

Gezeigt wurden einige der schönsten und bekanntesten Porträts der Herzogin im Original - von Angelika Kauffmann, Joseph Grassi, Anton Graff, Johann Friedrich August Tischbein, Friedrich Hartmann Barisien und Marcello Bacciarelli. Die Leihgaben stammten aus deutschen und polnischen Museen, sowie aus Privatsammlungen. Ergänzung fand die Ausstellung durch Darstellungen der Lebensorte der Herzogin und der Personen, die sie begleiteten.

 

Die Ausstellung wurde unterstützt:

Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Bürgerstiftung Altenburger Land, Landkreis Altenburger Land und Förderverein des Museums.

 

Publikation

29,00 Euro

Die Herzogin von Kurland im Spiegel ihrer Zeitgenossen

Europäische Salonkultur um 1800

Zum 250. Geburtstag der Herzogin von Kurland

Klaus Hofmann (Herausgeber)

248 Seiten, farbig

Museum Burg Posterstein, 2011

ISBN 978-3-86104-086-6

 

Die Buch begleitet eine Ausstellung, die anlässlich ihres 250sten Geburtstages das Leben der letzten Herzogin von Kurland in den Mittelpunkt rückt und die zu den wichtigsten bisher realisierten Projekten des Museums Burg Postersteins gehört.

 

Beiträge deutscher und internationaler Autoren -

Dr. Katarzyna Adamek-Pujszo, Comtesse Anna de Bagneux, André Beau, Ernst-Johann Prinz Biron von Curland, Elisabeth Blaack von Einsiedel, Ursula Bode, Günter Brüninghaus, Barbara Bruderreck, Monika Diedrich, Alain Joly, Valda Kvaskova, Dr. Imants Lancmanis, Franziska Engemann, Sabine Hofmann und Klaus Hofmann - beleuchten Stationen des Lebens der Herzogin von Kurland.

 

Neben zahlreichen Abbildungen werden erstmals die Briefe des  mehrmaligen Außenministers und französischen Gesandten zum Wiener Kongress, Charles Maurice de Talleyrand an die Herzogin Anna Dorothea von Kurland in deutscher Sprache veröffentlicht. Diese Dokumente, die sich im Familienbesitz in Paris befinden, bieten ein eindrucksvolles Zeugnis der politischen Lage in Wien 1815. Darüber hinaus werden erstmals die Resultate der Auswertung der Briefe der Herzogin von Kurland an Auguste Charlotte von Kielmannsegge, einer Vertrauten Napoleons, publiziert.

 

weitere Informationen:

Subtiler Einfluss - wie Frauen in Salons politisch agierten

englisch

July 3rd to September 30th 2011

„Her appearance is engaging and she attires herself in the best of taste.”

The Duchess of Courland – reflected by her contemporaries.

European salon culture around 1800.

An exhibition on the occasion of the Duchess of Courland’s 250th birthday.

 

2011 is the 250th anniversary of the Duchess of Courland’s birthday. By this occasion we want to show an exhibition, which will spotlight the life of the sallonières. With this exhibition we want to contribute to specifying the political and societal role of the historical persons involved. Among others we want to further research which role the different sallonières played in important political and societal events in the beginning of the 19th century.

The project will be accompanied by a catalogue book.

 

französisch

La duchesse de Courlande au miroir de ses contemporains

La culture de salon ver 1800

Au 250ième anniversaire de la duchesse de Courlande

 

L’exposition et la publication ont pour but de montrer comment au début du XIXième siècle les femmes ont réussi de nouer des nets sociaux, politiques et culturels et les utiliser pour pouvoir influencer des événements. A l’exemple de la duchesse de Courlande doivent être montré les efforts d’émancipation et la possibilité de pouvoir prendre parti à la vie sociale au-delà des barrières juridiques. Au centre de l’intérêt se trouve le rôle des femmes dans le façonnement des relations nationales et internationales dans le temps napoléonien. Au centre de l’exposition sont le portrait de la duchesse, des membres de sa famille, de ses amis et connaissances. Des images contemporaines des châteaux sont montréess aussi que des extraits de lettres et journaux.

Europäische Musen

treffen sich in Tannenfeld und Posterstein

Mehr als 150 internationale Gäste kamen zur Eröffnung der Sonderausstellung am 3. Juli 2011 ins Museum Burg Posterstein

Von Marlene Hofmann

Die Sonderausstellung zum 250. Geburtstag der Herzogin Anna Dorothea von Kurland hauchte dem „Löbichauer Musenhof“ neues Leben ein. Am historischen Ort im Schlosspark in Tannenfeld kamen anlässlich des Geburtstags der Herzogin Freunde des Musenhofs Löbichau und seiner verdienten Initiatorin zusammen.

 

Um 1800 betrieb die weit gereiste und weltoffene Dame aus dem europäischen Hochadel hier einen „Musenhof“, wo sie Dichter, Politiker, Musiker und Adelige aus ganz Europa zum kulturellen und politischen Austausch versammelte.

 

 

 

Ein Picknick im Park bilde den Auftakt für eine Begegnung von über 70 geladenen Gästen - allesamt internationale Forscher, Geschichtsinteressierte, Historiker und Nachfahren der Herzogin von Kurland. Vertreter des staatlichen lettischen Museums aus Rundale reisten direkt aus Kurland, dem Geburtsland der Herzogin, an.

Auch aus Finnland vom Schloss Wiurila, auf dem eine Tochter von Wilhelmine von Sagan, der ältesten kurländischen Prinzessin, aufwuchs, und aus der Stadt Sagan in Polen, wo der Herzog von Kurland und seine Nachfahren ebenfalls Schlösser besaßen, kamen Gäste.

Die Freunde des französischen Außenministers Talleyrand, der gemeinsam mit Dorothea von Kurland und ihrer jüngsten Tochter Dorothée von Dino-Talleyrand den Wiener Kongress besuchte, reisten zahlreich aus Paris an. Sie alle waren dem Aufruf des Museumsvereins der Burg Posterstein gefolgt, um im Rahmen einer öffentlichen Konferenz voneinander zu lernen, neue Anregungen zu sammeln und – ganz im Sinne Anna Dorothea von Kurlands – zu diskutieren, Musik zu hören und Theaterszenen aufzuführen.

 

 

 

Die Sonderausstellung zu Ehren der Herzogin versammelt so viele originale Portraits der Herzogin wie noch nie zuvor an einem Ort. Bedeutende Künstler wie Angelika Kauffmann, Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, Anton Graff und Joseph Grassi hatten die Herzogin vor mehr als 200 Jahren ins rechte Licht gerückt.

Wie die Gäste, so kamen auch die privaten und öffentlichen Leihgaben aus verschiedenen Ländern Europas. Imants Lancmanis, Direktor des Schlossmuseums in Rundale, zeigte sich sicher: „Das ist einmalig! Nie wieder wird es gelingen, eine solche Schau zusammenzustellen.“ Die Ausstellung, die Heike Taubert, Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, und Landrat Sieghardt Rydzewski feierlich eröffneten, kamen dann auch mehr als 150 Gäste.

 

Fotos: P. Nienhold

 

Die Bürgerstiftung Altenburger Land überreichte Museumsdirektor Klaus Hofmann einen Scheck über 20.000 Euro zur Realisierung zukünftiger Museumsprojekte und die Journalistin Ursula Bode, unter anderem bekannt aus der Sendung „Bilderstreit“ auf 3sat, eröffnete die Ausstellung mit einer Rede über die Geschichte Anna Dorotheas von Kurland.

 

Die Ausstellung war bis 3. Oktober  2011 auf Burg Posterstein zu sehen.

 

 

 

 

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