Das Schnitzwerk des Johannis Hopf

in der Burgkirche zu Posterstein

 

Sagenhaftes

Eine alte Postersteiner Sage berichtet, dass Johannis Hopf ein Holzschnitzer gewesen sei, der während der Durchreise durch die hiesige Gegend ein todwürdiges Verbrechen
begangen hätte und daraufhin in den Kerker der Burg geworfen wurde. Während seiner Gefangenschaft soll er die Schnitzereien in der Burgkirche gefertigt haben.
Als Lohn für die Ausgestaltung der Kirche wandelte der Gerichtsherr Hopfs Todesstrafe in lebenslange Kerkerhaft um.
 

Führungen           Trauungen

Altar, Kanzel, Empore JOHANNIS HOPF 1689

 

Die Burgkirche Posterstein

Die am Nordhang des Burgberges gelegene Kirche ist in ihren Grundelementen ein spätgotischer Bau. Seit der zweiten Hälfte des 16. Jh. Filialkirche des nahen Ortes Nöbdenitz, wird sie als Kirche der evangelischen Kirchengemeinde Posterstein genutzt.

 

Angeregt durch die häufig wechselnden Burgherren kam es zu mehreren Umbauten, so 1901 zum Neubau des Glockenturmes und Anbau einer Sakristei.

Von 1992 -1994 konnte die Kirche mit Unterstützung des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz umfassend restauriert werden.

 

2008 erfolgten während Bauarbeiten zur Erneuerung des Fußbodens erstmals archäologische Grabungen im Innenraum durch das Thüringische Amt für Archäologische Denkmalpflege, in deren Ergebnis mehrere Grablegen und Reste des Halsgrabens der Burg nachgewiesen werden konnten.

 

Das Schnitzwerk

Bekanntheit erlangt die Kirche durch die überaus reiche Ausstattung mit barockem Holzschnitzwerk: Altar, Kanzel, Empore - Johannis Hopf 1689.

 

Das reich mit pflanzlichen Ornamenten und christlichen Symbolen verzierte, handwerklich meisterhaft ausgeführte Schnitzwerk aus Lindenholz dokumentiert die Verbindung des wohl bedeutendsten Postersteiner Burgherren Georg Dietrich von Pflugk mit der wohlhabenden Familie Römer. Davon zeugen die Wappen der Familien Pflugk und Römer, verbunden mit der Jahreszahl 1689.

 

Auf den Künstler selbst weist lediglich eine Tafel mit der Inschrift „JOHANNIS HOPF 1689“ an der südlichen Außenwand der Kirche hin. Weder die Entstehung des Kunstwerkes noch die Herkunft des Künstlers konnten jedoch bisher quellenkundlich nachgewiesen werden.

 

Besichtigung der Burgkirche

während der Öffnungszeiten des Museums:

Dienstag bis Sonntag: 

11 Uhr, 13 Uhr  und 15 Uhr,

sowie nach vorheriger Anmeldung:

e-Mail: info@burg-posterstein.de

Eintrittskarten sind an der Museumskasse erhältlich.

 

Evangelische Kirchgemeinde Posterstein:

Andachten, Gottesdienste, Taufen, Hochzeiten, Gottesdienst zu Eheschließungen, Einsegnungen zu Ehejubiläen (Silberne und Goldene Hochzeit) oder zu anderen Anlässen.

Kontakt:

Pfarrer Dietmar Wiegand

Telefon: (034491) 82392

 

sonstige Informationen:

Büro Superintendentur und Kreissynode
Geraer, Straße 46,  D-04600 Altenburg
Telefon: (03447) 8958012
Internet: www.suptur-abg.de

 

 

weitere Informationen

 

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