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Die jüngste
Tochter Anna Dorotheas,
Dorothée wird in Friedrichsfelde bei Berlin
geboren. Sie verbringt ihre Kindheit zu großen Teilen in Berlin im
Kurländischen Palais und wird in Bekanntschaft mit dem preußischen
Königshaus (Friedrich Wilhelm IV.) erzogen. Bereits in früher Jugend
versammelt sie einen kleinen geselligen Kreis um sich. Dorothées
Erzieher ist der Abbé Scipione Piattoli (1749-1809), der als Berater des
polnischen Königs Stanislaw August Poniatowski Mitglied der
Verfassungskommission um Potocki, Czatoryski, Malachowski und Kollataj
ist und maßgeblich an der polnischen Verfassung vom 3. Mai 1791
mitgearbeitet hat. Er wird später Berater des russischen Außenministers
Czatoryski (1770-1861).
Auf Grund ihrer
guten finanziellen Situation ist Dorothée eine begehrte Partie. Eine
Verbindung mit dem viel älteren polnischen Politiker Adam Czartoryski
wird von ihrer Mutter nicht gebilligt und von der Familie Czartoryski
vermutlich auch nicht angestrebt. 1809 heiratet sie Edmond de
Talleyrand-Périgord in Frankfurt/Main, übersiedelt mit ihrer Mutter nach
Frankreich und wird später Hofdame am kaiserlichen Hof Napoleons.
1814/15 erlebt sie als viel bewunderte Begleiterin ihres Onkels, des
mehrmaligen französischen Außenministers Charles Maurice de Talleyrand,
den Wiener Kongress. Danach lebt sie mit diesem zusammen in Paris und
auf Schloss Valençay und begleitet ihn nach London, wo Talleyrand von
1830 bis 1834 französischer Botschafter ist. Nach dem Tod Talleyrands im
Jahr 1838 wird sie seine Universalerbin. Sie zieht sich aus Frankreich
in ihre schlesische Besitzung Wartenberg (Günthersdorf) zurück und
besucht nach über 27 Jahren erstmals wieder Löbichau. Seit 1841
verhandelt sie in Erbangelegenheiten mit der Familie ihrer Schwester
Pauline und kauft schließlich die Herrschaft Sagan (1844). Nach ihrer
Übersiedlung nach Sagan regiert sie ihr Herzogtum als Herzogin von
Sagan. Sie pflegt enge Kontakte zum preußischen Königshaus. 1862 stirbt
Dorothée in Sagan und wird in der Kirche “Zum Heiligen Kreuz”
beigesetzt.
© Museum Burg
Posterstein, 2005
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