
Mit offenen Karten
500 Jahre Altenburger Spielkarten
Sammlung Gerd Matthes
Museum Burg Posterstein, 2009
40 Seiten, farbig
5,90 Euro, zzgl. Versandkosten
© Museum Burg Posterstein, 2009
Historie
500 Jahre Spielkarten in Altenburg
Der Vogtländische Altertumsforschende Verein verwahrt im Museum Hohenleuben die ersten bekannten Altenburger Spielkarten. Die Holzschnitte zeigen nicht nur Herz oder Schell, sondern neben dem Altenburger Stadtwappen und dem Namen des Kartenmachers Hockendorf, auch die Jahreszahl 1509.
Damit erreichen uns die ersten Nachrichten über die Herstellung von Produkten, für die es vor 500 Jahren offenbar nicht nur in Altenburg, sondern in der ganzen Region gute Absatzbedingungen gab.
Sowohl der Adel als auch das Bürgertum liebte es zu spielen, frönte der Hoffnung auf das schnelle Glück. Aber auch die für ihren Reichtum bekannten Altenburger Bauern verbrachten ihre freie Zeit in den zahlreich vorhandenen Gasthöfen und fanden dort schnell Partner für ein Kartenspiel. So war der Bedarf für das Objekt des Spieles jederzeit vorhanden.
Altenburger Spielkarten wurden auch von der Spielrunde des Kanzlers Hans Carl Leopold von der Gabelentz benutzt. Der Besitzer des Rittergutes Poschwitz spielte gemeinsam mit seinem Vetter, dem späteren sächsischen Staatsminister Bernhard von Lindenau, dem Verleger Friedrich Arnold Brockhaus und dem Hofadvokaten Friedrich Ferdinand Hempel in seinem Schloss im Jahr 1813 das erste Mal Skat. Das Spiel fand rasch
Verbreitung und bald veröffentlichte man ein Regelbüchlein.