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Der
Schriftsteller Tiedge wird 1752 in Gardelegen geboren. Er studiert in
Halle Rechtswissenschaften. 1776 übernimmt er eine Hauslehrerstelle in
Ellrich in der Grafschaft Hohenstein. Von dort aus tritt er in Beziehung
mit wichtigen Persönlichkeiten seiner Zeit, unter ihnen
Johann Wilhelm Ludwig Gleim
und Leopold Friedrich Günther von Goeckingk, der ihm eine
Hauslehrerstelle bietet.
1782 kommt Tiedge, von Gleim aufgefordert, nach Halberstadt, wo er 1792
Sekretär des Domherrn von Stedern wird und dessen Töchter unterrichtet.
Nach Stederns Tod zieht er mit dessen Familie in die Nähe von
Quedlinburg. Später lebt der Schriftsteller abwechselnd in Halle und
Berlin und reist, begleitet von Elisa von der Recke durch Deutschland,
die Schweiz und Italien. Danach bleibt er ihr ständiger Begleiter. In
Löbichau gehört das Paar zu den bevorzugten Gästen.
Tiedge unterstützt Elisa von der Recke bei ihren italienischen
Reisebeschreibungen, die in der Nicolaischen Buchhandlung in Berlin
erscheinen.
Er
selbst wird 1801 durch das Erscheinen der “Urania” populär.
1842 veröffentlicht Falkenstein in Leipzig Tiedges „Poetischen
Nachlass“.
© Museum Burg
Posterstein, 2005
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