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Seit ihrem ersten Karlsbadaufenthalt 1790 ist die Herzogin von Kurland
mit der Familie des Juristen und Schriftstellers Christian Gottfried
Körner (1756-1831) befreundet. Die
Herzogin übernimmt die Patenschaft für Körners Sohn, der nach Dorothea
Theodor genannt wird. Theodor Körner, der Dichter der Befreiungskriege,
bleibt bis zu seinem frühen Tod ihr Liebling. In Löbichau zählt Familie
Körner oft zu den Gästen.
Körners Schwägerin, die Malerin Dora Stock (1760-1832) wird
Reisebegleiterin der Herzogin.
Dorothea Johanna Stock wird 1760 als Tochter des Nürnberger
Kupferstechers Johann Michael Stock geboren. Sie wächst in Leipzig auf.
Nach der Hochzeit ihrer Schwester Minna mit Christian Gottfried Körner
zieht Dora mit den Körners nach Dresden. Sie unterhält viele
Bekanntschaften, u.a. mit Goethe und Schiller, Anton Graff und der
Malerin Luise Seidler.
Christian Gottfried Körner wird 1756 als Sohn eines Theologen geboren.
1817 erlangt er den Titel eines Geheimen Oberregierungsrates. Körner
selbst führt in Dresden ein offenes Haus. Hier herrscht ein reges
Geistesleben. Er pflegt Bekanntschaften mit Goethe, Herder, Kleist,
Novalis, Wieland, den Brüdern Humboldt, Schlegel, Schleiermacher, Tieck,
Mozart, Arndt und Freiherr von Stein. Körner lernt Schiller 1785 kennen
und wird sein Freund und Förderer. Nach Schillers Tod besorgt Körner die
Gesamtausgabe seiner Werke.
Sein Sohn Theodor (1791-1813) wird in Dresden geboren. Nach
Privatunterricht und Besuch der Kreuzschule in Dresden beginnt er 1808
ein Studium an der Bergakademie in Freiberg. Ab August 1810 studiert
Körner in Leipzig Jura, wendet sich aber immer mehr der Dichtung zu.
1811 studiert er in Wien Geschichte und verfasst Lustspiele und Dramen.
Theodor Körner weilt oft in Löbichau. Seine Dichtungen werden in den
dort erscheinenden und heute verschollenen “Theeblättern”
abgedruckt. Im Januar 1813 wird er als Dichter am Wiener Burgtheater
angestellt. Seine Teilnahme an den Befreiungskriegen endet am 26. August
1813 tödlich. Sein Grab befindet sich in Wöbbelin.
© Museum Burg
Posterstein, 2005
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