Löbichauer Salondamen zwischen Metternich und Talleyrand

Der Löbichauer Musenhof war einer der führenden Salons in Europa (Bild: Museum Burg Posterstein).

Der Löbichauer Musenhof war einer der führenden Salons in Europa – die Abbildung zeigt ein Gemälde von Anna Dorothea von Kurlands Tochter Wilhelmine von Sagan, gemalt von Cécilia (Cécile) Duchêne (Bild: Museum Burg Posterstein).

In einer Zeit, in der Frauen einen Vormund brauchten, um Rechtsgeschäfte abzuwickeln, fand Anna Dorothea von Kurland einen Weg. um die eigene Position zur Geltung zu bringen. Als sie 1795 mit Hilfe ihres Bruders das Rittergut Löbichau erwarb, geschah dies, um eine eigene Residenz vorweisen zu können und dorthin Gäste einzuladen, die das Leben mit Literatur, Musik und Theater ausfüllen würden. Löbichau – nur 2 km von Posterstein entfernt gelegen – wurde in den folgenden Jahrzehnten zusammen mit dem 1800 errichteten Schlösschen Tannenfeld ein Zentrum geistig-kulturellen Lebens in Deutschland.

Zwischen Paris, Wien, Petersburg und Löbichau

Die zahlreichen Reisen der Herzogin nach Paris, Petersburg oder Wien führten sie immer wieder zurück in das kleine Löbichau. Hier traf sie Goethe und Zar Alexander von Russland.

Das Museum Burg Posterstein bemüht sich seit vielen Jahren um die Bewahrung der Tradition des Musenhofes Löbichau, forscht und publiziert zum Thema und zeigt die umfangreichste Ausstellung zu diesem Teil der europäischen Salongeschichte in einem deutschen Museum.

Zum Weiterlesen:

Der “Musenhof” Löbichau – Forschungs- und Ausstellungsschwerpunkt im Museum Burg Posterstein

200 Jahre nach dem Wiener Kongress ist am Sonntag, 16. August 2015, ein französisch-deutscher Vertrag unterzeichnet worden, über gemeinsame Forschungsarbeiten des Museums Burg Posterstein und der Pariser Gesellschaft Les Amis de Talleyrand. mehr lesen