Wilhelmine von Sagan (1781-1839) |

Wilhelmine von Sagan (1781-1839)

Wilhelmine von Sagan führte in der Zeit des Wiener Kongresses einen angesehenen politischen Salon in Wien. Zur gleichen Zeit unterhielt sie eine Liaison mit dem österreichischen Staatskanzler Metternich.

Wilhelmine von Sagan führte in der Zeit des Wiener Kongresses einen angesehenen politischen Salon in Wien. Zur gleichen Zeit unterhielt sie eine Liaison mit dem österreichischen Staatskanzler Metternich.

Wilhelmine von Sagan, als Katharina Wilhelmine Benigna von Kurland geboren, wird seit ihrem zwölften Lebensjahr von Antonie Forster, Schwester des Natur- und Völkerkundlers Georg Forster, der James Cooks zweite Weltumseglung mitmachte, erzogen. Sie lernt fließend Englisch, Französisch, Deutsch und Russisch zu sprechen. Wilhelmine führt ein bewegtes Leben und geht mehrere Ehen ein. Um 1800 hat sie eine Affäre mit dem finnischen Baron Gustav Moritz Armfelt (1757-1824), einem Staatsmann in Diensten Gustavs III. von Schweden. 1801 wird ihre Tochter, Gustava Aspasia geboren, die bei Verwandten Armfelts aufwächst. Wilhelmine heiratet Prinz Louis von Rohan (1768-1836), später Wassilij, Fürst von Trubetzkoi (1776-1841). Ihre letzte Ehe mit Graf Carl Rudolph von der Schulenburg (1788-1856) schließt sie 1819 in Löbichau. Zwischen 1809 und 1815 führt sie einen bekannten politischen Salon in Wien. Ihre Liaison mit dem österreichischen Staatskanzler Clemens von Metternich endet nach 1815. 1819 verlegt sie ihren ständigen Wohnsitz nach Sagan. Hier lebt sie gemeinsam mit den Pflegetöchtern Clara Breßler, Marie Wilson und Emilie von Gerschau (1801-1891). Letztere ist eine Enkelin ihres Vaters, des letzten Herzogs von Kurland. Sie heiratet später August Daniel von Binzer (1793-1868) und wird als Schriftstellerin bekannt. Reisen führen Wilhelmine durch Europa und natürlich auch nach Italien, wo sie in Neapel seit 1823 einen Salon unterhält. 1839 stirbt die Herzogin in Wien. Ihre Grabstätte befindet sich in Sagan.