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Forschungsschwerpunkt: Kulturgeschichte

Das Museum Burg Posterstein forscht zu regionalgeschichtlichen Themen und veröffentlicht regelmäßig dazu (Mehr: Publikationen). Schwerpunkte unserer Forschungsarbeit bilden die Geschichte der Burg Posterstein, des Musenhofs der Herzogin Anna Dorothea von Kurland und der Rittergüter im Altenburger Land.

Der Musenhof der Herzogin von Kurland

Einen besonderen Ausstellungskomplex bildet die Geschichte des Musenhofes der Herzogin Anna Dorothea von Kurland (1761–1821), die um 1800 mit Löbichau und Tannenfeld zwei Schlösser in der Nähe von Posterstein besaß. Die Löbichauer Sommerresidenz Anna Dorothea von Kurlands lag aus damaliger Sicht günstig, wenn man sich auf dem Weg von Berlin nach Wien oder von Paris ins schöne Karlsbad befand – und Gäste waren immerzu willkommen. Die weltgewandte Herzogin verfügte über hervorragende Kontakte in die höchsten gesellschaftlichen Kreise Europas. Sie weilte als Gast an den Höfen in Berlin, Warschau, Neapel, St. Petersburg, Wien und Paris, eine Privataudienz beim Papst nicht zu vergessen. Ihr Salon in Löbichau war einer der interessantesten seiner Art um 1800. Seit über 20 Jahren beschäftigt sich das Museum mit dessen Geschichte. Im Mittelpunkt des Interesses stehen die Herzogin selbst, aber auch ihre Töchter und die Personen, mit denen sie am häufigsten im Kontakt stand.

Löbichauer Gäste waren unter anderem: Zar Alexander I.; die Schriftsteller: Johann Wolfgang von Goethe, Jean Paul, Elisa von der Recke; Friedrich Arnold Brockhaus (Verleger), Paul Anselm Feuerbach (Strafrechtler), Theodor Körner (Freiheitskämpfer)

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Rittergüter im Altenburger Land

Das Museum Burg Posterstein hat in Zusammenarbeit mit Gustav Wolf und Christiane Nienhold zwei Bücher über die Geschichte der Rittergüter im Altenburger Land veröffentlicht. Mit der Verwirklichung dieses Vorhabens gelang es erstmals seit dem Ende des 19. Jahrhunderts einen Überblick über die Vergangenheit der Rittergüter in einer zweibändigen Dokumentation vorzulegen. Die beiden Bände präsentieren ausführliche historische Abrisse der 60 Rittergüter, die es einmal im Ostkreis des 1826 neu gegründeten Herzogtums Sachsen-Altenburg gab sowie einführende Texte zur regionalen Geschichte und zur Bodenreform. Einen wichtigen Teil der Veröffentlichung bilden Simon Carl Eugen Wegeners (1759-1824) handgezeichnete Landvermessungskarten, die im Auftrag von Herzog Ernst II. von Sachsen-Gotha und Altenburg am Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden.

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Einen ersten Überblick über die geografische Lage sowie kurze historische Informationen finden Sie außerdem auf unserer interaktiven Karte über die Rittergüter im Altenburger Land.


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