Ein Ausstellungs- und Forschungsschwerpunkt des Museums Burg Posterstein liegt auf dem Salon der Herzogin von Kurland und davon ausgehend auf europäischer Salongeschichte. Hier finden Sie Informationen zum geschichtlichen Hintergrund.

Eine systematische Auswertung der in der Abteilung Handschriften und Sondersammlungen der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena verwahrten Quellen begannen Sabine und Klaus Hofmann ab Anfang der 1990er Jahre. Ergebnisse dieser Arbeit wurden im Museum Burg Posterstein 2004, 2007 und 2011 in Buchform veröffentlicht.

Damit konnten biographische Lücken geschlossen und erstmals eine auf neueren Forschungen basierende Biografie der Herzogin Anna Dorothea von Kurland vorgelegt werden.

2011 erschien die Publikation "Die Herzogin von Kurland im Spiegel ihrer Zeitgenossen"

Die Herzogin von Kurland im Spiegel ihrer Zeitgenossen – Europäische Salonkultur um 1800. Zum 250. Geburtstag der Herzogin von Kurland. 
Museum Burg Posterstein, 2011.
(248 Seiten, farbig, ISBN 978-3-86104-086-6, 29,00 Euro – Bei schriftlicher Bestellung erfolgt die Zusendung des Buches auf Rechnung, zzgl. Versandkosten.)

Erhältlich im Museum, auch per Post.
Bestellung via (034496) 22595 oder museum@burg-posterstein.de.


Die Tagebücher der Herzogin von Kurland

Die 19 Tagebücher findet man unter den Signaturen ThULB Jena, Nachlass Biron, Abt. A, Tagebuch Nr. I bis XIX. Die Neunzehn Bände dokumentieren Zeitgeschichte, erzählen von Politik, von Personen, von Tagesabläufen, von wichtigen und unwichtigen Dingen, von der Geburt der Enkel und vom Tod von Freunden, berichten über ganz Persönliches oder über hoch Offizielles aus dem Leben dieser Frau.

Weitere Informationen zur Auswertung der Tagebücher der Herzogin von Kurland


Verschiedene Forschungsergebnisse im Blog:

Hier geben wir eine Übersicht über unsere Blog-Artikel über Dorothea von Kurland:

“ein Orthe wo meine Phantasie mich oft führte” – Der Salon der Herzogin von Kurland in Paris

Aus den Pariser Salons des 18. Jahrhunderts, in denen sich Mitglieder des Hofes, Gelehrte und Künstler begegneten, ging in der Zeit der Aufklärung eine Kultur hervor, die sich über ganz Europa ausbreitete. Den gesellschaftlichen Mittelpunkt bildete stets die Gastgeberin. Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte sich Schloss Löbichau zu einem solchen Zentrum des geistig-kulturellen Lebens in Deutschland. Der Salon der Herzogin von Kurland (1761-1821) in Löbichau gehörte zu den bekanntesten seiner Art. Zum Artikel

Tee im Salon – Die Altenburger Gesellschaft um 1810

Altenburg zählte um 1810 rund 10.000 Einwohner. Die Gothaer Herzöge kamen zwar nur selten in die Stadt, es gab jedoch eine eigene Regierung für den Altenburger Landesteil. Nicht weit von Altenburg führte die Herzogin Anna Dorothea von Kurland (1761–1821) in den Sommermonaten ihren bekannten Salon, zu dem auch Altenburger Gäste geladen waren. Aber auch die Stadt Altenburg verfügte über ein reges gesellschaftliches Leben. Zum Artikel

Kein Salon ohne Musik

Der Tagesablauf auf dem Musenhof war zwanglos. Einen Höhepunkt bildete die „Theestunde“ um 17 Uhr. Man traf sich im Schloss Löbichau zum „diner“. Anschließend wurde philosophiert, diskutiert, getanzt, gesungen und musiziert. Nicht selten blieb die Gesellschaft bis Mitternacht oder länger zusammen. Zum Artikel

Vertrag zwischen Paris und … Posterstein: Zusammenarbeit mit Les Amis de Talleyrand

200 Jahre nach dem Wiener Kongress ist am 16. August 2015 ein französisch-deutscher Vertrag unterzeichnet worden, der gemeinsame Forschungsarbeiten des Museums Burg Posterstein und der Pariser Gesellschaft Les Amis de Talleyrand ermöglichen und fortführen soll. Zum Artikel

Wie eine Himmelsleiter mit Engeln besetzt: Kleine Reise in die Geschichte von Schloss Tannenfeld

Weil sie als Frau selbst keine rechtsfähigen Geschäfte abschließen durfte, kaufte 1794 der Bruder der Herzogin Anna Dorothea von Kurland (1761–1821), Reichsgraf Christoph Johann Friedrich (Jeannot) von Medem (1763–1838), für sie die Gutsherrschaft Löbichau, zu der auch Tannenfeld gehörte. Ein Jahr später richtete die Herzogin in Löbichau ihren Wohnsitz ein und ließ in Tannenfeld den heute noch stehenden klassizistischen Schlossbau mit englischem Park errichten. Zum Artikel

Jean Pauls Sommer in Löbichau

Im Sommer 1819 verbrachte der Dichter Jean Paul mehrere Wochen im Schloss Löbichau, wo die Herzogin Anna Dorothea von Kurland, eine kulturinteressierte und weltgewandte Dame, einen Salon führte. Der bekannte Schriftsteller erschien mit seinem Pudel, wurde von der Dienerschaft „Schankpol“ genannt, verschmähte den Tee als dünnes fremdländisches Getränk und bevorzugte stattdessen das Geraer Doppelbier. Zum Artikel

Bertel Thorvaldsens Büsten der Wilhelmine von Sagan

Der Bildhauer Thorvaldsen (1770-1844), ständig auf der Reise zwischen Kopenhagen, Italien und anderen europäischen Städten, fertigte bereits Jahre vorher, während eines Italienaufenthalts 1818, zwei Büsten von Wilhelmine von Sagan, der ältesten Tochter Dorothea von Kurlands. Durch eine Liasion mit Metternich konnte sie beim Wiener Kongress maßgeblich mit Einfluss auf die politischen Geschicke der damaligen Zeit nehmen. Sie führte einen Salon in der Wiener Schenkenstraße und einen weiteren in Neapel. Zum Artikel


Blogposts auf Englisch:

Auch auf Englisch gibt es einige Artikel über Anna Dorothea von Kurland und ihren Salon in Löbichau:

Salon culture around 1800

But only a view kilometres away from the regional history museum Burg Posterstein a popular salon hostess had her summer residence: Anna Dorothea of Courland (1761–1821) in the castle of Löbichau. Born in today’s Latvia the rich Duchess had wide connections to Europe’s high society. Read the article

A cultural salon in Löbichau

In the beginning of the 19th century duchess Anna Dorothea of Courland (1761-1821) owned two castles near Posterstein (Löbichau and Tannenfeld). The history of her salon is shown in a special exhibition complex. Guests were always welcome in her summer residence Löbichau, perfectly situated on the way from Berlin to Wien or from Paris to Karlsbad. Read the article


Die digitale Ausstellung “Salon Europa

Banner digitale Ausstellung #SalonEuropa Museum Burg Posterstein

2018 wollten wir in der gleichzeitig analogen und digitalen Ausstellung #SalonEuropa wissen, was Europa für dich – für jeden – bedeutet. Wir forderten alle dazu auf, ihre Gedanken zu Europa mit uns zu teilen und mit uns in den sozialen Netzwerken zu diskutieren.

Zur digitalen Ausstellung SalonEuropa