Ausstellung: Gesichter der Wismut
Datum + Uhrzeit: 25.01.2026 - 19.04.2026, ganztags / all day
Ort: Sonderausstellung - Museum Burg Posterstein
Um strahlenden Alltag, Geheimnisse und Folgen des Uranabbaus in der DDR geht es in der Ausstellung „Gesichter der Wismut“, die das Museum Burg Posterstein in Kooperation mit der Gedenkstätte Amthordurchgang zeigt. Im Mittelpunkt stehen die Erinnerungen von Zeitzeugen.
Eröffnung im Nordflügel-Rohbau
25. Januar, 14 Uhr: Nordflügel-Tour. Am Tag der Ausstellungseröffnung führt Museumsdirektor Klaus Hofmann um 14 Uhr durch den Rohbau des neuen Nordflügels und spricht unter anderem zur Radonvorsorge.
25. Januar, 15 Uhr: Ausstellungseröffnung. Nicole Schönherr-Trenkmann, Geschäftsführerin der Gedenkstätte Amthordurchgang, gibt eine Einführung zur Ausstellung.
Im Anschluss: Individuelle Besichtigung der Ausstellung und Ausklang mit Glühwein und Brezeln.
Öffentliche Führung durch die Ausstellung
Ausstellungskuratorin Rike Schreiber, Gedenkstätte Amthordurchgang e.V., führt am Samstag, 14. März 2026, 15 Uhr, durch die Sonderschau. Die Führung ist öffentlich, ohne Voranmeldung und im normalen Museumseintritt inbegriffen.
Zeitzeugen-Gespräch in Posterstein
Wie erlebten die Postersteiner und Stolzenberger die Wismut? Im Zeitzeugen-Gespräch am Mittwoch, 18. März, 18 Uhr, geht es um Ihre persönlichen Erfahrungen. Diese werden aufgezeichnet, um sie im Museumsarchiv zu bewahren. Sie möchten dabei sein? Bitte melden Sie sich unter (034496) 22595 oder museum@burg-posterstein.de an.
Erinnerungen an den Wismut-Bergbau
Egal ob man alte Schachtanlagen, Straßennamen, Wohnarchitektur, individuelle Familienbiografien oder Erinnerungen und Traditionen in den Blick nimmt: Die Wismut in Ostthüringen hatte viele Gesichter!
Für die Wanderausstellung „Gesichter der Wismut“ begaben sich junge Menschen aus Ostthüringen auf Spurensuche: In Zeitzeugen-Gesprächen sammelten sie persönliche Anekdoten und Rückschauen auf Lebenswege. Sie stießen auf Brigadetagebücher, Urlaubsfotos, Restaurant-Karten, Propaganda, Punk-Songs, vermeintlich unberührte Natur und Zeugnisse alter Freundschaften. Zwischen zahlreichen Kontroversen, neuen Vokabeln, aufgeladenen Erinnerungsstücken, Netzwerken, Abbrüchen und Wiederholungen entstanden jede Menge neue Fragen und Problemstellungen für ein zukünftiges Zusammenleben: Was bedeutet die Geschichte der Wismut für aktuelle regional- bis globalpolitische Konflikte? Welche Strahlkraft behält der Ausdruck „Wismut“ bei und welche Stimmen sind bis heute noch ungehört?
Die Ausstellung entstand von 2021 bis 2023 als partizipatives Langzeitprojekt der Gedenkstätte Amthordurchgang in Gera. Gefördert wurde es durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in der Förderlinie „Jugend erinnert“ sowie mit Mitteln der Thüringer Staatskanzlei.
Weitere Informationen zum Thema WISMUT-Bergbau gibt unsere Online-Ausstellung “Landschaft nach der Wismut”.